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Referat – 20.04.2016

Prof. Dr. Martin Przewloka: Alles nur noch digital? Wie Digitalisierung die Industrie verändert.
Referent(In):

Prof. Dr. Martin Przewloka

Firma:
Internet:
Veranstaltungsort:

BRANOpac GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 18-20
35423 Lich
www.branopac.de 

Beginn:

19:00 Uhr (Get-together ab 18:30 Uhr)

Anmeldeschluss: 15.04.2016

Details


Unter Digitalisierung wird längst nicht mehr die bloße rasante technologische Entwicklung und der damit verbundene Einsatz verstanden. Vielmehr müssen wir unter Digitalisierung die Chance verstehen, sämtliche heute etablierten Wertschöpfungsprozesse neu zu überdenken und diese unter Zuhilfenahme neuer Technologien zum Nutzen aller transformieren. Unternehmensseitig stehen aber oftmals Kostenminimierung und Produktivitätssteigerung im Vordergrund - Innovationen oder gar die Entwicklung digitaler Strategien werden bewusst vernachlässigt. Fragt man nach den Gründen, so werden Komplexität und Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen, hohe Investitionsbedarfe und signifikante Sicherheitsbedenken als wesentliche Gründe für das passive Agieren genannt. Dagegen können wir aus globaler Sicht schon heute disruptive Veränderungen in beinahe allen industriellen Branchen wahrnehmen. 

Prof. Dr. Martin Przewloka blickt auf eine über 30-jährige internationale Karriere in Wissenschaft und Industriemanagement zurück. Unzählige der von ihm verantworteten und aktiv durchgeführten Projekte sind heute in den Märkten erfolgreich implementiert und kommerziell verfügbar. 

Der Referent wird in seinem Vortrag neben einem kurzen Abriss über die fundamentalen Technologien auf die aktuellen und künftigen Veränderungen aus strategischer Sicht eingehen. Einen weiteren Fokus wird er auf die notwendigen Transformationen von Marketing und Vertrieb in einer digitalisierten Welt setzen. Konkrete Beispiele untermauern die Kernaspekte des Vortrags.


Gastbeitrag für Nicht-Mitglieder: 30,00 € (bar gegen Quittung)

 

 

» Presse

26.04.2016 - Gießener Allgemeine

Martin Przewloka referiert über Industrie 4.0

Prof. Dr. Martin Przewloka

Referent Martin Przewloka (links) spendet sein Honorar der Anna-Freud-Schule Lich. Uli Falk, Leiter der Berufsorientierungsstufe (2. v. r.) nimmt den Scheck im Beisein von Jörg Schulte (Branopac) und der Präsidentin des MCM, Andrea Janzen, entgegen.

Autonomes Fahren ist nicht mehr aufzuhalten. Die Energiesparlampe wird vom Markt verschwinden. Das Ende von Navi und Smartphone ist abzusehen. Barcodes sind nur Zwischenlösungen. Das Volumen der Datenmengen wird sich alle 18 Monate verdoppeln. Die virtuelle und die reale Welt werden verschmelzen.«

Mit diesen Thesen konfrontierte Prof. Martin Przewloka die Mitglieder des Marketingclubs Mittelhessen bei der Branopac GmbH in Lich. Ein Blick 20 Jahre zurück mache deutlich: 2000 sei erstmals ein menschliches Gen entschlüsselt worden – 15 Jahre später stehe die Gendiagnose kurz vor der Serienreife, Quiagen-Chef Peer Schatz prophezeie, dass der Blick in den Bauplan des Menschen bald nicht mehr als zehn Dollar kosten werde. Und der neue VW-Chef Matthias Müller, der sich noch bis vor Kurzem kritisch zu selbstfahrenden Autos geäußert hatte, zeige sich nun überzeugt, dass sich das autonome Fahren durchsetzen werde.

Unter dem Titel »Alles nur noch digital? – Wie die Digitalisierung die Industrie verändert « wollte Przewloka einen ungefähren Eindruck vermitteln. Was genau komme, wisse er auch nicht. Mit Überzeugung und Begeisterung vertrat er die Auffassung, dass zukünftig nicht mehr das Produkt, sondern Service und die innovative Dienstleistung im Vordergrund stehen, und es darum gehe, Emotionen zu verkaufen. Dabei spiele die Digitalisierung eine wesentlichere Rolle als bisher. Digitalisierung stehe nicht mehr für Kostenminimierung und Produktivitätssteigerung, sondern sei der Kern des Wertschöpfungsprozesses, so Przewloka. Es sei der Mensch mit seinen Ängsten, Fehler zu machen oder sich auf unbekanntes Terrain zu begeben, der die Entwicklung verlangsame, aber nicht verhindere. Beispielhaft stellte der Referent Firmen und Lösungen aus der Konsumgüterindustrie, der Medizin, der Landwirtschaft und dem Verkehr vor, die bereits heute auf dem Weg in die »New New Economy « seien.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Jörg Schulte, Geschäftsführer der Branopac GmbH, das Unternehmen, das seit 1996 seinen Stammsitz in Lich hat, kurz vorgestellt. Mit 600 Mitarbeitern erziele das international tätige Unternehmen in 40 Ländern 60 Millionen Euro Umsatz. Dabei gehe es um Verpackungen und Korrosionsschutz von empfindlichen technischen Produkten und kulinarischen Spezialpapieren. Przewloka spendete im Rahmen der Veranstaltung sein Honorar der Anna-Freud-Schule.

Quelle: Gießener Allgemeine, 26. April 2016

RedakteurIn: FotografIn: Internet: Datei/Download:
Jupp Graf Andreas Bender

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