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Vor-Ort-Veranstaltung – 20.02.2014

Gießener Allgemeine: Zeitung hat Zukunft
Referent(In):

Christian Kramer, Burkhard Bräuning, Bianca Dort

Firma:

Gießener Allgemeine Zeitung

Internet: www.giessener-allgemeine.de
Veranstaltungsort:

Gießener Allgemeine Zeitung
Marburger Str. 20
35390 Gießen

Beginn:

18 Uhr - Get-together ab 17:30 Uhr

Anmeldeschluss: 14.02.2014

Details

Print, online, mobil – die Strategien von Redaktion und Marketingabteilung gegen den schleichenden Auflagenverlust

Zeitungen gelten noch immer als das mit Abstand glaubwürdigste Format aller Medien. Dennoch  suchen sich viele Menschen ihre Informationen wahllos im Internet. Auflagenverluste und Rückgang der Erlöse beim Anzeigenverlauf sind unweigerliche Folgen davon. Zeitung wird als aussterbendes Produkt beschrieben.

Um sich auf dem immer größer werdenden Informationsmarkt weiter zu behaupten, kämpfen Zeitungen an mehreren Fronten und halten tapfer gegen den aktuellen Trend. Die Mitarbeiter der Gießener Allgemeinen Zeitung glauben fest an die Zukunft ihrer Printprodukte und schauen nicht tatenlos zu, ohne aktiv etwas zu unternehmen. Was die GAZ im Speziellen plant und tut, werden uns an diesem Abend Leiter der Abteilungen Service/Vertrieb und Marketing, Christian Kramer sowie Burkhard Bräuning als Mitglied der Chefredaktion und Bianca Dort berichten. 

Gastbeitrag für Nicht-Mitglieder: 30,00 € (bar gegen Quittung)

» Presse

26.02.2014 - Gießener Allgemeine Zeitung

Zeitung hat Zukunft: Marketingclub bei der GAZ

Marketingclub-Präsidentin Andrea Janzen und Chefredakteur Dr. Max Rempel begrüßen die Besucher. Links die Referenten Burkhard Bräuning, Jens Trabusch, Christian Kramer und Bianca Dort.

Der Marketingclub Mittelhessen war jetzt zu Gast bei der Gießener Allgemeinen Zeitung. Chefredakteur Dr. Max Rempel stellte zusammen mit mehreren Mitarbeitern das Verlagshaus vor, beschrieb die Abläufe und zeigte den Besuchern die neue Rotation.

Die »radikalen Veränderungen« in der Zeitungsbranche erfordern neue Ideen und Konzepte, außergewöhnliche Maßnahmen sowie Beherzigen, Verinnerlichen und Umsetzen der von dem Marktpsychologen Ernest Dichter (1907-1991) formulierten Erkenntnis, dass auch auf dem Zeitungsmarkt der künftige Wettbewerb nicht zwischen den Großen und den Kleinen, sondern von den Schnellen gegenüber den Langsamen gewonnen wird. Dass Widerspruch gegenüber diesem Postulat einem mit höchst negativen Folgen verbundenen Verkennen der Realitäten gleichkommt, erfuhren die Mitglieder des Marketingclubs Mittelhessen bei ihrem ersten diesjährigen Firmenbesuch in Redaktion und Produktion der »Gießener Allgemeinen Zeitung«. Der Begrüßung der 40 Gäste mit Club-Präsidentin Andrea Janzen an der Spitze durch Chefredakteur Dr. Max Rempel folgte ein Rundgang durch die Redaktion und den technischen Bereich mit dem Leitstand, der neuen Rotation und der modernen Versandanlage. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von den technischen Abläufen in einem modernen Verlagshaus.

Anzeigenleiter Jens Trabusch, Vertriebsleiters Christian Kramer, Marketingchefin Bianca Dort und der stellvertretende Chefredakteur Burkhard Bräuning erläuterten die Strategien gegen Auflagenverluste und Rückgang bei den Anzeigenerlösen. Bräuning ließ keinen Zweifel daran, dass »Zeitung« ein »tolles Medium« sei, um das zu kämpfen sich lohne. »Wir glauben an das, was wir transportieren – an die Sprache der Bilder und vor allem an die Macht der Worte.« Das »Produkt Zeitung« sei – analog der Nachrichtenlage – jeden Tag neu und anders.

Laut Vertriebsleiter Kramer liegt der Auflagenverlust der Tageszeitungen in den letzten 20 Jahren bei 8,5 Millionen, was der Zeitungbranche Werbeverluste, die Notwendigkeit von Kosteneinsparungen und Zentralisierungen sowie Insolvenzen beschert habe. Als Gründe nannte er den »Siegeszug des stets verfügbaren Internets« sowie die »demografische Komponente«. Die deutschsprachige Bevölkerung nimmt ab, die Zahl der Single-Haushalt ebenso zu wie die »Großstadtflucht«: »Der klassische Tageszeitungsabonnent lebt in kleineren und mittleren Städten und vor allem auf dem Land.«

Dennoch, sagte Trabusch, seien die Zeitungen nach dem Fernsehen die Werbeträger Nummer zwei in der Republik, vor Post, Anzeigenblättern und allen weiteren relevanten Medien. Mit 85 Prozent erreiche die »Anzeigenglaubwürdigkeit und -zuverlässigkeit« in Zeitungen den Spitzenwert vor dem Fernsehen, den Zeitschriften und den weiteren Medien. Geschäfte, die in Zeitungen werben, gelten gemeinhin als seriös. Und: Zeitungen verankern Botschaften im Gedächtnis. 40 Minuten dauert Erhebungen zufolge die durchschnittliche Lesedauer pro Tag, wobei das Durchschnittsalter der Leser jenseits der 50 liegt.

Zeitungsverlage und Druckereien müssen, um nachhaltig Chancen am Markt zu kreieren, in moderne Produktionssysteme und Leistungsprozesse investieren, müssen dadurch Reibungsverluste mindern, müssen, den Kunden in den Fokus stellen, die Servicequalität erhöhen und müssen vor allem den Fokus verstärkt auf Lokales und Regionales richten, auf Nachrichten also, die nicht im »Netz« zu finden sind. Dabei erreiche die Zeitung mit der Kombination von Print und Online so viele Zielgruppen wie nur wenige andere. Allerdings führt laut Marketingleiterin Dort an einer »Monetarisierung des Internets« kein Weg vorbei. Und in der Konkurrenz zum Internet gelte es, das Zeitungs-Abo mit vielen neuen Ideen zu einem Erfolgsfaktor zu machen: »Zeitung als Produkt braucht unbedingt ein positives Image, braucht die Leser-Blatt-Bindung.« Basis- und Haupterfolgsfaktoren hierbei sind eine hohe Produktqualität der Zeitung und ein »stimmiges redaktionelles Umfeld«. Die Tatsache, dass drei von vier Deutschen über 14 Jahren die Tageszeitung für unverzichtbar halten, um sich über lokale und regionale Themen zu informieren, und zwei Drittel der Deutschen täglich zur Tageszeitung greifen, sollte als Ansporn verstanden werden.

RedakteurIn: FotografIn: Internet: Datei/Download:
AZ Franz Ewert

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