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Vor-Ort-Veranstaltung – 04.04.2011

Markenetablierung durch Marketing-Mix
Referent(In):

Dr. Dirk Pieler

Firma:

Hauptgeschäftsführer Bender Group

Internet: www.bender-de.com
Veranstaltungsort:

Dipl.-Ing. W. Bender GmbH & Co. KG
Londorfer Str. 65
35305 Grünberg

Beginn:

19:00 Uhr

Anmeldeschluss: 04.04.2011

Details

Innovative Mess-, Schutz- und Überwachungssysteme von Bender überwachen seit über 60 Jahren die elektrische Sicherheit in Maschinen und Anlagen und alarmieren, bevor es zu Sachschäden, Ausfällen oder sogar Unfällen kommen kann. In seinem Vortrag wird Geschäftsführer Dr. Dirk Pieler zeigen, wie sich die Marke Bender durch den richtigen Marketing-Mix erfolgreich auf dem Weltmarkt etablieren konnte und wie das mittelhessische Unternehmen sogar die Formel 1 sicherer macht! Im Anschluss bietet sich den Gästen die Gelegenheit, den Abend bei Fingerfood, Getränken und interessanten Gesprächen ausklingen zu lassen.

» Presse

06.04.2011 - Gießener Zeitung

Marketingclub Mittelhessen bei der Bender-Gruppe

Produktionsleiter Manfred Nicklas (2. v. r.) und Geschäftsführer Dirk Pieler (r.) beim Rundgang durch das Unternehmen mit den Mitgliedern des Marketingclubs.

„Der Vertrieb muss das Value-Selling können“ (beim Verkauf den Nutzen für den Kunden herausarbeiten), ist die klare Aussage des Geschäftsführers der Grünberger Bender-Gruppe, Dr. Dirk Pieler. Bender ist nach eigenen Angaben „das führende Unternehmen im Bereich der elektrischen Sicherheit“. Dorthin lud der Marketingclub Mittelhessen in seiner Reihe „Marketing vor Ort“ ein. Pieler referierte über das Thema „Markenetablierung durch Marketing-Mix“.

Pieler nannte als Anwendungsbeispiel der Bender-Produkte die Stromversorgung im Klinikbereich und dort insbesondere im OP-Bereich. „Hier darf es weder zu einem Spannungsabfall noch zu einer Überspannung kommen“, erläuterte er. Durch den stetig wachsenden Einsatz von elektrischer Energie gewinne auch die elektrische Sicherheit für Mensch und Maschine immer mehr an Bedeutung.

„Die Bender-Überwachungssysteme leisten in diesem sensiblen Bereich ihren entscheidenden Beitrag, ob im Krankenhaus, in der Filmindustrie oder beim Formel 1-Rennen, ergänzte er. Das Unternehmen achte immer darauf, innovative Produkte und individuelle Kundenlösungen bereit zu stellen. „Und“, ergänzte er, „wir stellen ein Höchstmaß an Qualitätsanforderungen an unsere Produkte“.

Produktionsleiter Manfred Nicklas ergänzte, dass rund 75 Prozent der Kosten eines Produkts auf die ständigen Kontrollen und Prüfmaßnahmen zurückzuführen seien. Diese Qualität müsse man bezahlen, sie mache sich aber auch für den Kunden bezahlt. Um dies zu vermitteln, bestehe der Vertrieb ausschließlich aus Ingenieuren, die auf der Qualitäts- und technischen Ebene mit den Kunden verhandelten. „Denn“, so Pieler weiter, „ein reiner Einkäufer sieht immer nur auf den Preis. Wir müssen zudem vermitteln, dass sich unsere Produkt, welches im ersten Augenblick oft als teurer erscheint als das eines Mitbewerbers, das geeignetste für die entsprechende Anwendung ist.“

Das Vertrauen in die Bender-Produkte entstehe vor allem „durch eigenes und gehörtes Erleben, ergänzte er. Dies wiederum werde durch die eigene „Performance“ erzeugt, die man wiederum durch eigenes Wissen, Kompetenz und Einstellung auffüllen müsse. „Wir haben die Schwierigkeit, dass unser Produkt irgendwo im Schaltschrank verschwindet und dem Kunden oder Nutzer so nicht mehr präsent ist“, ergänzte der Geschäftsführer. Deshalb müsse man den potentiellen Kunden über verschiedene Wege erreichen. Die stabilste Grundlage sei immer noch das gegenseitige Vertrauen.

Schwerpunktmäßig am häufigsten eingesetzt würden die elektrischen Überwachungssysteme von Bender in den Bereichen der Fotovoltaikanlagen, gefolgt vom medizinischen Anwendungsbereichen. Den Markt der Elektroautos bezeichnete Pieler als äußerst interessant, aber auch als einen besonders schwierigen, weil die Autoindustrie ihre Zulieferer gerne sehr stark an sich binden wolle. „Wir wollen uns unsere Eigenständigkeit auf alle Fälle wahren,“ sagte er. Man werde die Entwicklung auf dem Sektor der Elektroautos auf alle Fälle im Auge behalten, weil auch dort die Überwachungssysteme benötigt würden, auf die sich Bender spezialisiert habe.

Im Anschluss an den Vortrag konnten sich die Mitglieder und Gäste des Marketingclubs Mittelhessen über die innovative Produktionsweise des Unternehmens informieren. Das Stammwerk in Grünberg habe mittlerweile seine Kapazitätsgrenzen erreicht, sagte der Geschäftsführer. Daher plane man einen Neubau mit angeschlossenem Forschungszentrum auf dem Gelände.

Das Unternehmen gibt es seit 1946 in Grünberg“, sagte Pieler. „Da, wo Automaten sinnvoll einzusetzen sind, tun wir dies. Ansonsten bauen wir den Arbeitsplatz um und für den Arbeiter“, erläuterte Produktionsleiter Nicklas. Das Grünberger Werk zählt rund 500 Beschäftige, ein weiteres Werk fertigt in Siersleben (Thüringen) Platinen vor, die in Grünberg in der Endfertigung benötigt werden. „ Wir arbeiten sehr passgenau“, betonte Nicklas und betonte, dass sie komplette Fertigung vor kurzer Zeit komplett auf „bleifrei“ umgestaltet worden sei. „Dies geschah ohne eine gesetzliche Vorgabe, allein in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Qualität“, ergänzte Nicklas.

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