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Vor-Ort-Veranstaltung – 17.04.2012

75 Jahre MINOX: Von der Spionagekamera zur Premium Optik-Marke
Referent(In):

Thorsten Kortemeier, Norbert Burger

Firma:

Geschäftsführer, Leiter Marketing, Minox GmbH

Internet: www.minox.de
Veranstaltungsort:

MINOX GmbH
Walter-Zapp-Str. 4
35578 Wetzlar

Beginn:

19:00 Uhr

Anmeldeschluss: 17.04.2012

Details

MINOX blickt in diesem Jahr auf ein 75-jähriges Bestehen als deutsche Traditionsmarke und Hersteller hochwertiger Präzisionsoptiken für die Aufnahme und Naturbeobachtung. Aus der Vision des Erfinders und Gründers, Walter Zapp, die kleinste Kamera der Welt zu bauen, entstand im Jahr 1936 die Ur-MINOX, der Prototyp der später weltweit berüchtigten und legendären MINOX "Spionagekamera". 


In den 80ern eroberten die 35mm MINOX GT Kameras die Herzen der Foto Amateure. Die ersten Kompaktkameras waren da und erfreuten sich größter Beliebtheit. Präzision auf kleinstem Raum, bis an die Grenzen des technisch Machbaren – diese Leitvision wurde in der digitalisierten "Neuzeit" erfolgreich auf die neuen Modelle der Digitalen Classic Cameras und seit den 90ern auf den der Fern- und Sportoptik übertragen. Das Know-how und die Werte deutscher Ingenieurskultur fließen heute gekonnt in die Entwicklung und Produktion hochwertiger Ferngläser, Nachtsichtgeräte, Beobachtungsfernrohre und Zielfernrohre ein. 


MINOX hat den Kompetenztransfer erfolgreich vollzogen und sich von einer Kameramarke zur Optik-Marke entwickelt. Klassische zeitlose Markenwerte wurden behutsam mit modernen Werten verbunden und gebündelt. 
Geschäftsführer der MINOX GmbH Thorsten Kortemeier sowie Norbert Burger, Leiter Marketing, werden an diesem Abend in die grandiose Entwicklung der Marke MINOX und in die Geschichte des Marketings mit uns eintauchen.

» Presse

24.04.2012 - Gießener Anzeiger

Weltberühmte Spionagekamera

Der Geschäftsführer und das Marketingteam des Wetzlarer Optik- und Kameraherstellers Minox (von links): Thorsten Kortemeier, Andrea Schmidt-Agel, Norbert Burger und Gregor Sommer.

Die kleine, silberne Minox-Kamera ist noch heute ein Begriff für Präzision und Genauigkeit. Weltweite Berühmtheit erlangte sie durch ihren Ruf als Spionagekamera, die selbst Kinoheld James Bond im Dienste ihrer Majestät im Einsatz hatte. Diese Zeiten sind lange vorbei, und seit der Erfindung der Ur-Minox hat das Unternehmen ziemlich unruhige Zeiten überstanden. Im vergangenen Jahr feierte es sein 75-jähriges Jubiläum. Der Marketing-Club Mittelhessen (MCM) stattete dem Wetzlarer Optikhersteller einen Informationsbesuch ab.

Mittlerweile hat Minox unter der Leitung von Geschäftsführer Thorsten Kortemeier ein feines Produktensortiment entwickelt, das in den verschiedensten Nischen im Bereich der optischen Geräte seinen Platz gefunden hat. Diese Entwicklungen stellten Thorsten Kortemeier und sein Team den Mitgliedern des Marketing-Clubs vor, die das Unternehmen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Marketing vor Ort“ besuchten.

Der Deutsch-Balte Walter Zapp hat in Riga die Ur-Minox erfunden, die der geniale Konstrukteur 1936 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Die Kriegswirren verschlugen Zapp nach Wetzlar, wo er nach dem Krieg mit Unterstützung des finanzkräftigen Zigarrenkonzerns Rinn & Cloos das Unternehmen wieder aufbaute, das Ende der vierziger Jahre in die neue Produktionsstätte nach Heuchelheim verlagert wurde.

Weltweit 300 Mitarbeiter

Nach Unstimmigkeiten mit seinen Geschäftspartnern stieg Walter Zapp aus dem Unternehmen aus, berichtete Thorsten Kortemeier.

1974 brachte Minox die kleinste 35-Millimeter-Kleinbildkamera der Welt heraus, die ebenso erfolgreich war, bis preiswerte japanische Produkte, mit neuester Elektronik ausgestattet, den europäischen Markt überschwemmten. Ende 1988 musste das Unternehmen schließlich den Vergleichsantrag stellen, um einem Konkurs zu entgehen.

Von 1996 bis 2001 gehörte Minox zum Solmser Leica-Konzern, 2001 wurde sie im Rahmen eines „Management-Buyouts“ unter der Führung von Kortemeier wieder ein selbstständiges Unternehmen - die bisherigen Führungskräfte erwarben die Firma. Heute arbeiten am Standort in Wetzlar 35 Mitarbeiter, weltweit beschäftigt Minox insgesamt und 300 Mitarbeiter.

Neue Märkte erschließen

„Für uns galt es vor allem, neue Märkte galt es zu erschließen“, führte der Geschäftsführer aus. Von Fotoapparaten hin zur Sportoptik mit Ferngläsern, Zielfernrohren etc. war der Weg lang. „Dabei haben wir uns ganz bewusst und gezielt auf Nischenbereiche konzentriert“, betonte der Minox-Geschäftsführer. Der Kernbereich, die Fotografie, sei allerdings nicht vernachlässigt, sondern um den neuen Bereich der Sportoptik erweitert worden.

Heute vertreibt das Unternehmen neben Kameras - darunter auch die „Spionage-Minox“ mit digitaler Technik - hochwertige Zielfernrohre für die Jagd, Ferngläser für die Bereiche Nautik, Ornithologie und Jäger sowie Nachtsichtgeräte und Wildkameras. „

„Sie glauben nicht, wie viele kleine Nachtsichtgeräte gekauft werden“, verriet Kortemeier - von Normalverbrauchern ebenso wie von Grünröcken. Dabei sei es dem Unternehmen wichtig, gute Qualität zu einem passenden Preis zu liefern. „Wir wollen der VW-Golf in unserem Segment sein“, ergänzte er. 

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