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Referat – 28.01.2020

Walter Kohl: Souveräner Führen, Handeln, Leben! Kraftquellen für Entscheider
Referent(In):

Walter Kohl

Firma:
Internet:
Veranstaltungsort:

Rittal Arena Wetzlar
Wolfgang-Kühle-Str. 1
35576 Wetzlar
www.rittal-arena.de 

Beginn:

19:00 Uhr (Get-together 18:30 Uhr)

Anmeldeschluss: 20.01.2020

Details

 

Walter Kohl ermuntert uns, aktiv für unser Leben Kraftquellen zu erschließen, diese aktiv und eigenverantwortlich zu gestalten, mehr zu leben und weniger gelebt zu werden. Ziel ist, durch ein Mehr an Sinn, mit klaren Führungsprinzipien neue Kraftquellen für eigene berufliche und persönliche Erfolge zu erschließen.

 Besonders Führungskräfte müssen als Entscheider viele berufliche Anforderungen meistern, Widerstände überwinden. Sie müssen im Beruf kraftvoll gestalten, verantwortungsbewusst führen, andere motivieren. Doch wo finden Führungskräfte Kraftquellen für sich?
Wie gehen sie mit Fremdbestimmung um?
Wie gewinnen sie mehr Lebensfreude – Freude am Arbeiten und Sinn am Tun?
Was heißt Glück für sie ganz speziell?
Und wie können sie alte  „Kraftfresser“ in neue „Kraftquellen“, in neue, positive Energie wandeln? 

Um wirksame Lebensgestaltung alltagstauglich und konkret umsetzbar zu machen, hat Walter Kohl für sich praktische Wege gefunden und erfolgreich in sein Leben als Unternehmer und Familienvater integriert.

Er ist überzeugt: Wenn wir unser Warum und Wofür kennen, dann werden wir unsere Ziele auch erreichen.

Walter Kohl lädt ein zu neuen Denkansätzen und neuen Umgangsformen mit uns selbst und anderen.
Er versteht sich als Anreger, als Inspirator, Mutmacher und möchte seine Erfahrungen teilen.
Er will zum Nachdenken anregen und wenn nötig auch ein wenig provozieren.

 

Parken

An Parkmöglichkeit steht Ihnen das Parkhaus am Forum zur Verfügung (gebührenpflichtig).

Gastbeitrag für Nicht-Mitglieder: 40,00 € (bar gegen Quittung)

» Presse

04.02.2020 - Gießener Allgemeine

Walter Kohl zu Gast beim Marketing-Club Mittelhessen e.V.: Souveräner führen, handeln, leben! Kraftquellen für Entscheider.

Walter Kohl mit Vorstand und Beirat des Marketing-Clubs Mittelhessen e.V.

„Wenn Menschen Ihnen in Ihrem Unternehmen widersprechen, sind sie engagiert“, war eine der Kernaussagen von Walter Kohl als Gastredner zur Jahresauftaktveranstaltung des Marketing-Club Mittelhessen e. V. In der Rittal Arena hielt Kohl einen sehr interaktiven Vortrag für die ca. 60 Mitglieder und Gäste des Clubs zum Thema »Souveräner führen, handeln, leben! Kraftquellen für Entscheider«. Gleich zu Beginn wurde jedem Einzelnen klar: Zurücklehnen ist nicht.

 Der Komplettabsturz mit der CDU-Parteispendenaffäre war ebenso Thema wie der Durchstart mit seiner Geschäftsidee als deutsch koreanischer Zulieferer in der Automobilbranche und wie er nach schicksalhaften Situationen immer wieder eine neue Perspektive gefunden hat. Der Fokus jedoch lag ganz klar auf der Führung – von Mitarbeitern und vor allem von einem selbst. Kohl teilte an diesem Abend seine Erfahrungen mit den Anwesenden, ganz persönlich, wie er es zu Beginn angekündigt hatte.

 Wir haben noch ein bisschen mehr nachgefragt:

 Inwiefern hat Sie die politische Karriere Ihres Vaters geprägt?

Seine politische Karriere hat mich in verschiedenen Punkten geprägt, da ich quasi von klein auf zu einer öffentlichen Person wurde. Auch musste unsere Familie viele Belastungen tragen, besonders in den Jahren des Terrorismus. Häufig begegne ich Schubladendenken und Vorurteilen bis Menschen dann feststellen, dass ich ganz anders bin wie sie dachten. Besonders bereichernd war die Chance, historische Momente miterleben zu dürfen wie 

die Öffnung des Brandenburger Tors oder der Besuch mit Président Mitterand und meinen Eltern in Verdun, welche mich und meinen Wunsch nach einem gemeinsamen und starken Europa nachhaltig geprägt haben.

 Gab es ein Schlüsselerlebnis, in dem Sie sich sicher waren, welchen Weg Sie beruflich einschlagen wollen?

Ein Schlüsselerlebnis als solches gab es nicht. Vielmehr erkannte ich mit den Jahren immer mehr, wer und wie ich sein will, wie nicht und welche Spur ich einmal hinterlassen möchte.

Beruf hat idealerweise auch ein Element Berufung, also etwas, das man mit Herzblut tut, das Sinn und Freude stiftet. Für mich ist es wichtig, dass meine beruflichen Aktivitäten als Unternehmer, aber auch als Coach und Autor, dazu führen, Menschen und Organisationen zu stärken. Gerade in unseren Zeiten der Umbrüche werden neue Antworten von uns verlangt. Dazu braucht es innere Klarheit und Stärke, und vor allem ein Wofür.

 Was erleben Sie am häufigsten, wenn Sie mit Unternehmern als Firmeninhaber arbeiten? Beziehungsweise, was begegnet Ihnen da klassischerweise?

Einsamkeit und Überlastung. Einsamkeit im Sinne von: Der Inhaber ist das letzte Glied in einer Kette, alle Stränge im Unternehmen laufen auf diese Person zu. Er muss sehr genau seine Kraft und Zeit budgetieren und delegieren wollen und können. Gerade wenn man ein Unternehmen aufgebaut hat und jedes Detail kennt, fällt es oft schwer, in manchen Bereichen loszulassen und zu vertrauen. Meine These ist: Ein guter Unternehmer baut auf, erreicht dann ab einem gewissen Zeitpunkt einen bestimmten Reifegrad im Unternehmen, welcher dazu führt, dass er weniger »im Unternehmen« sondern mehr »am Unternehmen« arbeiten kann.

 Wie sehen Sie persönlich die Zukunft des deutschen Mittelstands?

Das kann man nicht pauschal sagen, denn es gibt nicht »den« deutschen Mittelstand. Es gibt unterschiedliche Branchen mit unterschiedlichen Herausforderungen. Ich führte als Unternehmer gemeinsam mit meiner Frau einen deutsch-koreanischen Automobilzulieferer. Hier gibt es eklatante Herausforderungen wie Industrie 4.0, der steigende Wettbewerb aus China, Elektromobilität umsetzen, das ganze Thema Datenmanagement und vieles mehr.

Ein flächendeckendes Problem für den Mittelstand ist das Thema »Unternehmensnachfolge«. Viele Unternehmen scheitern daran, dass die Nachfolge nicht oder nur unzureichend geklärt und durchgeführt wird. Insgesamt glaube ich, dass trotz aller Probleme der deutsche Mittelstand auch weiterhin das Rückgrat unserer Volkswirtschaft sein wird, aber nur, wenn er durch Politik und Gesellschaft unterstützt wird.

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Offenheit, Herr Kohl.

RedakteurIn: FotografIn: Internet: Datei/Download:
red Jörg Theimer, Gute Blende www.giessener-allgemeine.de/hessen/beruf-auch-berufung-13523078.html