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Referat – 21.01.2014

Dipl. Psych. Kerstin Douwes: Motivation demotiviert
Referent(In):

Dipl. Psych. Kerstin Douwes

Firma:

Coaching GmbH, Bielefeld

Internet: coaching-gmbh.de
Veranstaltungsort:

Rittal Arena Wetzlar - VIP-Eingang
Wolfgang-Kühle-Str. 1
35576 Wetzlar
www.rittal-arena.de 

Beginn:

19 Uhr - Eintreffen der Gäste ab 18:30 Uhr

Anmeldeschluss: 16.01.2014

Details

Wer denkt, er müsse seine Mitarbeiter motivieren, misstraut. Misstrauen hat zur Folge, dass die Mitarbeiter umgehend auf die Bremse treten, weil diese das Misstrauen bestätigen, wenn sie sich motivieren lassen.

Der Hype um Motivationsseminare ist verpufft, weil Sie niemanden motivieren können und SIE SICH als Motivator ZUM Motivationskellner oder Sklaventreiber machen. Ihre Mitarbeiter sind dann nörgelnde Gäste oder Sklaven, was zu einem schlechten Arbeitsklima und entsprechenden Ergebnissen führt. Wie steuern Sie im Vertrauen, statt im Misstrauen zu motivieren? Welche Demotivationsfaktoren können Sie ausschalten? Wie führen Sie mit klaren Bedingungen? Wie MÜSSEN SIE kommunizieren, so dass Ihre Mitarbeiter gern Ergebnisse produzieren?

An den Antworten interessiert? Sie können auch mit ohne Motivation kommen. 

Gastbeitrag für Nicht-Mitglieder: 40,00 € (bar gegen Quittung)

» Presse

23.01.2014 - Gießener Anzeiger

Motivation kommt von innen

COACHING Auf Einladung des Marketing-Clubs spricht Patrizia Voigtländer über ihre Erfahrungen

Motivationstrainerin Patrizia Voigtländer

WETZLAR - (olz). „Andere können nicht motiviert werden“, sagte Patrizia Voigtländer, „Contextueller Coach“ und „Business Coach“ der „Coaching Academie“ in der Rittal Arena. Zum Jahresauftakt hatte sie der Marketing-Club Mittelhessen zum Vortrag zum Thema Motivation geladen. Voigtländer, die für die angekündigte Kerstin Douwes einsprang, entwickelte ihre Gedanken im Gespräch mit den gut 50 Gästen.

Ausgangspunkt der Trainerin, die selbst viele Jahre in der Werbebranche gearbeitet hat, war die Frage danach, wie sich Mitarbeiter in Unternehmen motivieren lassen. Sehr schnell wurde dabei deutlich, dass Menschen nicht von anderen, sondern nur durch sich selbst und von innen heraus motiviert werden können. Anregungen der Gäste, die als Antrieb für Angestellte Mittel wie Belohnungen oder Druck hinterfragten, widersprach die sympathische Trainerin.

„Das Problem, wenn man als Unternehmer beginnt, seine Mitarbeiter mit Belohnungen zu ködern, besteht darin, dass sie bald nur noch für die Belohnung arbeiten. Auf der Strecke bleibt dagegen die Begeisterung für das, was in der Firma passiert“, so die Frankfurterin. Insgesamt funktioniere die Belohnung nur begrenzt als Anreiz, um Begeisterung und Ergebnisse zu erreichen. Das Problem bei der Bedrohung und Einschüchterung sei hingegen, dass sie Angst, Stress und als Gegenreaktion zur Abgrenzung Wut erzeugen. Es könne zu dem Phänomen der „inneren Kündigung“ kommen. Ergebnisse würden schlechter, und zudem seien Führungskräfte permanent gezwungen, Kontrolle auszuüben. „Die Methoden von Belohnung und Bestrafung funktionieren nicht.“

„Demotivationsquellen“

„Das Geheimnis ist nun, dass Menschen eigentlich von sich aus gerne Ergebnisse produzieren, auch in Unternehmen“, zog die Referentin ein erstes Fazit. Sie erläuterte, dass neue Mitarbeiter häufig zunächst Begeisterung und große Aktivität zeigten, bis sie an eine demotivierende Grenze stießen. „Diese Demotivationsquelle gilt es zu finden“, erklärte Voigtländer. Sie empfahl jedoch, dabei zu gewichten und analysieren und die eigene Position als Chef nicht zu unterminieren. Beklage etwa ein Mitarbeiter, dass ihm ein versprochener Arbeitsbereich trotz Absprache nicht übertragen wurde, könnte die Führungskraft handeln. Problematisch sei dagegen etwa, wenn die Ursache der Demotivation etwa die festen Arbeitszeiten sind. Es müsse abgewogen werden, ob dabei ein Entgegenkommen möglich ist, denn es handelt sich um das generell gültige betriebliche Regelwerk. Das sogenannte „Contextuelle Coaching“, das Voigtländer praktiziert, setzt darauf, innere Überzeugungen und Vorgänge, die so genannte „Contextebene“, zu analysieren, um die „Demotivationsquellen“ zu finden und zu überwinden. Sowohl beim Mitarbeiter, bei dem in diesem Sinne nach der inneren Bremse gesucht werden sollte, als auch beim Chef. Ein Beispiel: Wenn eine Führungskraft ihre Untergebenen aus innerer Überzeugung von vornherein als „faule Säcke“ betrachtet, wird sie diese Überzeugung im Alltag immer wieder bestätigt finden, auch dann, wenn sie mit der tatsächlichen Situation keine Verbindung hat. Diesen „Context“ gilt es zu untersuchen, um die Motivationsblockaden zu überwinden.

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Herr Scholz Herr Scholz