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Vor-Ort-Veranstaltung – 31.10.2013

Sell GmbH - Flugzeugkabinenausstatter: Erfolg braucht Flexibilität
  • begrenztes Platzkontingent
Referent(In):

Jürgen Just

Firma:

Sell GmbH

Internet: www.sell-interiors.com
Veranstaltungsort:

Sell GmbH
Dr.-Siegfried-Straße
35745 Herborn

Beginn:

19 Uhr – Eintreffen der Gäste ab 18:30 Uhr

Anmeldeschluss: 25.10.2013

Details

Manch Fluggast, der gerade an Bord seines Fliegers geht, kann einen Blick auf sie erhaschen: die Bordküche. Hier wird auf engstem Raum alles untergebracht, was das Wohl der Reisenden und ihrer Begleiter sicherstellt. Jeder Millimeter wird optimal ausgenutzt, technisch höchst ausgeklügelte Geräte mit geringstem Gewicht finden ihren Platz. Für diese Präzision sorgt seit den 50er Jahren der Hersteller von Flugzeugküchen und –geräten, die Sell GmbH mit Sitz in Herborn.

Sell gilt als Marktführer im Bereich der Ausstattung von Langstreckenflugzeugen und stellt somit sehr interessante Produkte für einen ebenso spannenden Markt her. Dieser hat seine eigenen Besonderheiten und Herausforderungen, denen sich das Unternehmen, das zur weltweit größten Gruppe für Flugzeugkabinenausstatter gehört, täglich stellt um weiterhin führend zu bleiben.

An diesem Abend wird Ihnen Jürgen Just, Vice President Sales Galleys, die Charakteristika dieses Marktes näher bringen und Ihnen zeigen wie sich Sell durch flexible Markt- und Kundenorientierung mit innovativen Produkten jeden Tag neu beweisen kann.

Jürgen Just ist seit über 20 Jahren mit dem Marketing und Sales in der Ausrüstungsbranche der zivilen Luftfahrt vertraut und leitete über viele Jahre die Bereiche Marketing & Vertrieb bei der Sell GmbH. Seit 2012 verantwortet Just den Vertrieb von Flugzeugbordküchen für das gesamte Galleys & Equipment Segment der Zodiac Aerospace für Langstreckenflugzeuge der Hersteller Airbus & Boeing.

Wir freuen uns auf interessante Einblicke in einen spannenden Markt!

 

Verbindliche Anmeldung – begrenztes Platzkontingent vorrangig für Mitglieder

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass uns wegen eines geänderten Ablaufs nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung steht und wir diese Plätze vorrangig für unsere Mitglieder bereithalten. Wenn Sie kein Mitglied sind und gerne an der Veranstaltung teilnehmen möchten, finden Sie vorerst auf unserer Warteliste Platz. Nach Anmeldeschluss lassen wir Sie wissen, ob Sie teilnehmen können.

» Presse

02.11.2013 - Wetzlarer Neue Zeitung

Sell-Produkte sind gefragt

Marketing-Club informiert sich beim Flugzeugküchen-Hersteller

Vertriebsleiter Jürgen Just gab den Besuchern nach einem einführenden Referat bei einem Gang durch die Fertigung Antworten auf deren Fragen zu den Produkten der Marke Sell sowie deren Herstellung und Vermarktung.

Den luftigen Höhen haben sich die Mitglieder des Marketing-Clubs Mittelhessen bei ihren Veranstaltungen im zweiten Halbjahr 2013 verschrieben. Nach dem Besuch eines Frankfurter Luftfahrt-Unternehmens, bei dem sie im September einen Flugsimulator testen konnten, informierten sich am Donnerstagabend rund 50 Mitglieder beim Herborner Flugzeugküchen-Hersteller Sell GmbH.

Bei Flugzeugen denkt Jürgen Just in großen Dimensionen. "Für  uns beginnt ein Flieger bei 100 Plätzen", erklärte der Verkaufsleiter bei einem einführenden Referat in die Strukturen des seit rund 50 Jahren in Herborn ansässigen Unternehmens.

Dazu gehörten neben der Produktpalette auch die Eigentumsverhältnisse des 1.500 Mitarbeiter beschäftigenden Produzenten von Flugzeugküchen und Zubehör. Weil man seit einigen Jahren zum französischen Zodiak-Konzern gehöre, "werden wir den Namen Sell demnächst wohl komplett aufgeben", erklärte er den Besuchern.

An den Produktlinien werde sich allerdings nichts ändern, betonte Just. Seit einem halben Jahrhundert habe sich hier nichts verändert und das soll auch so bleiben. Denn die Produkte von Sell erfreuten sich bei den großen Flugzeug-Herstellern wie Airbus oder Boeing großer Nachfrage. In einigen Segmenten dieses Marktes habe Zodiak - und damit Sell - einen Marktanteil von fast 80 Prozent.

Mit steigender Tendenz, "denn wir verzeichnen überdurchschnittliche Wachstumsraten, die zwischen fünf und acht Prozent pro Jahr liegen", erläuterte Jürgen Just. Damit habe das Unternehmen eine gesunde Basis. Auch durch die regionalen Krisen der vergangenen beiden Dekaden in Europa, Nordamerika oder Asien sei man gut gekommen.

Das habe unter anderem den Grund darin, "dass sich der Luftverkehr alle 15 Jahre verdoppelt". Vor allem die neuen Großflughäfen in den so genannten Mega-Cities zögen immer mehr große Flugzeuge an. Derzeit seien es 42 Airports auf der Welt, die Zahl werde sich aber in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln. Der Anteil an der Umrüstung älterer Flugzeuge am Umsatz von Sell sei eher gering. "80 Prozent unserer Küchen bauen wir für neue Flugzeuge."

Wie die meisten Zulieferer der Flugzeug-Industrie werde auch von Sell ein hohes Maß an Innovation verlangt. "Die Ausstattung der Flieger muss wegen der hohen Spritkosten immer leichter werden", erklärte Just. Ein Parameter, der bei den Flugzeugküchen allerdings schwer zu realisieren sei.

Kunden seien nicht in erster Linie die Hersteller der Flugzeuge, sondern deren Käufer. "Die Fluggesellschaften suchen sich die Zulieferer selbst aus", so der Vertriebsleiter. Deshalb seien Küchen, die in seinem Haus hergestellt würden, selten identisch.

Trotz aller Leichtigkeit müssten die Küchen eine hohe Stabilität aufweisen. "Vor allem beim Be- und Entladen müssen sie viel aushalten", erklärte Jürgen Just. Dafür seien sie nicht dem "Vandalismus von Passagieren" ausgesetzt. Neben der technischen Zuverlässigkeit habe die exakte Einhaltung des Liefertermins einen großen Stellenwert. Sonst drohten hohe Konventionalstrafen.

Viele Informationen, die Just für die Besucher hatte. Nur mit einem Faktor konnte er ihnen nicht dienen. "Das klassische Marketing spielt bei uns eine eher untergeordnete Rolle", sagte er mit Blick auf die gesicherte Marktposition. Sein Unternehmen stelle sich lediglich auf den drei branchenüblichen Fachmessen vor und biete seinen Kunden ansonsten gezielten interne Informationsveranstaltungen an.

Man habe einen guten Einblick in die Produktion erhalten, attestierte die Vorsitzende des Marketing-Clubs Mittelhessen, Andrea Janzen, dem Referenten, ehe die Gäste in Gruppen zu einem Rundgang durch die Produktions- und Versandhallen aufbrachen.

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Ulrich Geis Ulrich Geis